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RT 2012: Ein neuer Schritt für den Gebäudesektor

Die am 26. Oktober 2010 verabschiedete thermische Reglementierung RT 2012 verlangt vom Gebäu-desektor die Überschreitung einer neuen Grenze. Um die neuen energetischen Leistungen zu erreichen, schreibt die Reglementierung Forderungen hinsichtlich des Ergebnisses vor, um die Betroffenen in die Verantwortung zu nehmen.

Die aus dem Umweltgipfel entstandene Reglementierung RT 2012 legt ein durchschnittliches Ver-brauchsniveau der primären Energie von weniger als 50 kWhEP/m² pro Jahr für alle Neubauten fest.

   

Die Grundprinzipien

> Diese Anforderung der energetischen Effizienz basiert auf drei Grundsätzen: bioklimatische Konzeption (lien « les exigences de résultats »), Förderung der erneuerbaren Energien (lien vers « les exigences de moyens ») und Optimierung der Ausstattung während des gesamten Lebenszyklus des Produkts (lien partie installateurs). Das Ziel? Erhalt des bestmöglichen energetischen Qualitätsniveaus, unabhängig von der Wahl des energetischen Systems.

Ein neues Arbeitsmodell

Im Unterschied zu früheren Vorschriften legt die Reglementierung RT 2012 globale Anforderungen hinsichtlich der Leistung fest, die es zu erreichen gilt (lien « les exigences de résultats »).

> Den Errichtern wird daher bei der Wahl der technischen Lösungen ein größerer Spielraum zugestanden. Sie müssen die Umweltauswirkungen des Gebäudes bereits bei dessen Planung stärker in Betracht ziehen.

> Eine Zusammenarbeit zwischen Planer und Errichter während der gesamten Projektplanung ist unerlässlich, um das geforderte Leistungsniveau zu erreichen.

Anwendung und Kontrolle der Reglementierung RT 2012

> Das Umweltgesetz „Grenelle 2“ erlegt dem Bauträger die Ausstellung einer Bescheinigung über die Berücksichtigung der thermischen Reglementierung bei der Beantragung der Baugenehmigung sowie bei der Fertigstellung der Arbeiten auf.

> Jedes Jahr werden stichprobenartige Kontrollen von realisierten Projekten durchgeführt.

Die Reglementierung RT 2012 ist eine verpflichtende Etappe auf dem Weg zum Nullenergiehaus, das ab dem Jahr 2020 zur Norm werden wird!

Anwendungsdaten der thermischen ReglementierungRT 2012

> Ab dem 28. Oktober 2011 gilt:

- für Wohnungen (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Studentenwohnheime) in einer Zone ANRU1 (Agence Nationale pour la Rénovation Urbaine – nationale Agentur für urbane Renovierung)

- für Büros, Unterrichtsgebäude und Betreuungsstrukturen für Kleinkinder

> Ein Jahr nach der Veröffentlichung der spezifischen Erlasse² (die im Laufe des Jahres 2011 erfolgen dürfte) für die anderen Gebäude des Dienstleistungssektors

> Zum 1. Januar 2013 für Gebäude zu Wohnzwecken, die sich außerhalb des Umfangs der urbanen Renovierung befinden

1Von der ANRU definierte Zone, in der die Ust. von 5,5 % Anwendung findet, um die Privathaushalte mit geringem Einkommen bei der Investition in Immobilien zu unterstützen.

² Die Texte der Reglementierung RT 2012 werden insbesondere von der Berechnungsmethode abgerundet, die die konventionellen Leistungen des geplanten Bauwerks festlegt und den Vergleich mit den von den Verpflichtungen definierten Werten zulässt

INHALTSVERZEICHNIS

I. Anforderungen an globale Indikatoren

II. Anforderungen an Schutzmaßnahmen

I. Die Erfordernisse hinsichtlich des Ergebnisses: globale Indikatoren

Die Reglementierung RT 2012 umfasst drei Anforderungen an die Ergebnisse, um eine gute globale Leistung zu erreichen: eine klimatische Anforderung (Bbio), eine Anforderung zur primären Energie (Cep) und eine Anforderung hinsichtlich des Komforts im Sommer.

Der bioklimatische Bedarf (Bbio)

Dieser Indikator begrenzt den Energiebedarf bei Heizung, Kühlung und Beleuchtung des Gebäudes unabhängig von den später eingebauten Systemen. Der in Punkten ausgedrückte Bbio des Projekts muss niedriger sein als ein Niveau Bbiomax, der an die geographische Zone, die Höhe, den Nutzungstyp und die Wohnfläche angepasst wird. Um dieser Anforderung zu genügen, muss der Planer die Isolierung, die Dämmung, das Trägheitsmoment, die benachbarten Gebäude, die Ausrichtung, die kompakte Struktur, die Sonneneinstrahlung und die richtige Aufteilung der Räume berücksichtigen.

Der Verbrauch an primärer Energie (Cep)

Diese Anforderung betrifft den Verbrauch von Heizung, Kühlung, Beleuchtung, die Produktion von Warmwasser und die Hilfsgeräte (Pumpen und Ventilatoren) mit ungefähr 50 kWhEP/m²/Jahr (Cmax). Der Cmax variiert in Abhängigkeit vom geographischen Standort, der Höhe, der Gebäudenutzung, der durchschnittlichen Wohnfläche und ihres Ausstoßes an Treibhausgasen.

Der Komfort im Sommer (Tic)

Die Gebäude müssen eine konventionelle Innentemperatur (Ticref) garantieren, die selbst nach einer Folge von fünf sehr heißen Tagen nicht überschritten werden darf. Der Planer muß Trägheitslösungen der Wände, Sonnenschutz und nächtliche Belüftung berücksichtigen.

II. Schutzmaßnahmen

Die Reglementierung RT 2012 beinhaltet Schutzmaßnahmen, die dazu bestimmt sind, dem Planer Lösungen zur globalen Optimierung aufzuzeigen.

Dämmstoffe

Die Reglementierung RT 2012 macht den Einsatz von Dämmstoffen bei Einfamilienhäusern oder bei angrenzenden Häusern sowie Mehrfamilienhäusern zur Pflicht. Mit dem Differenzdruck-Mess-verfahren (Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen.

Erneuerbare Energien

Die Vorschriften verpflichten insbesondere zum Einsatz von erneuerbaren Energien in Einfamilienhäusern (individueller Solar-Durchlauferhitzer, thermodynamischer Durchlauferhitzer, Heißwasserbereiter per Mikro-Kraft-Wärmekopplung)

Die Niedrigtemperaturstrahler sind mit allen Energien und insbesondere den erneuerbaren Energien kompatibel und eignen sich besonders gut für Häuser mit geringem Heizbedarf. So hat ACOME ACOSENSE® auf den Markt gebracht, einen reversiblen hydraulischen Sender für sehr niedrige Temperatur, der an Stahlkonstruktionen (oder Holzgerippe) der Decken oder Mauern befestigt wird.

Sonstige Verpflichtungen

· Thermische Brücken gilt es zu vermeiden. Generell entstehen sie auf den unteren Fußböden über dem Belüftungshohlraum oder im Untergeschoss. Eine Niedrigtemperatur-Fußbodenheizung stellt eine interessante Lösung dar. Neben ihrer Heizkapazität verhindert sie diese Art von Wärmebrücken auf effiziente Weise, da sie unter dem schwimmenden Estrich als Isolator fungiert.

· Die verglasten Flächen müssen mindestens 1/6 der Wohnfläche erreichen, um den Tageslichteinfall zu begünstigen. Auch muss ein Sonnenschutz vorgesehen werden.

· Heiz-, Kühl- und Belüftungssysteme müssen mit automatischen Messfühlern ausgestattet sein, um einen unnötigen Verbrauch zu vermeiden.

Das Gebäude muss ein Mess- und Schätzgerät für die verbrauchte Energie umfassen, welches der Information des Verbrauchers dient.